„Wednesday Morning“

Wednesday Morning
75/100 cm, 1997

Während des Studiums hatte ich einmal ein schönes Konzept zum Finden von Zufalls-Motiven: 24 Stunden Fernsehen auf Videocassette aufnehmen, dabei alle 30 Minuten den Sender wechseln. Wann welcher Sender aufzunehmen ist, habe ich ausgelost. Nach dem Einkauf von Proviant fing ich Mittags um Zwölf an und blieb dann 24 Stunden lang wach, weil ich ja die Sender und die Cassetten wechseln musste. Bis auf einen Hänger spät in der Nacht ging das sogar ganz gut, aber nachdem alles aufgenommen und die Liste der Sender komplett abgehakt war, habe ich mich direkt ins Bett gelegt und einige Stunden geschlafen.

Teil 2 des Konzepts war es dann, nach Zufallsprinzip Fotos zu machen. Nach welchen Kriterien ich die Zeiten festgelegt habe, an denen ich ein Foto machen wollte, weiß ich nicht mehr, aber danach hatte ich einen riesigen Stapel Fotos.

Aus der Vision, dann eine große Zufalls-Bilderserie zu malen, wurde leider nichts, aber dafür hatte ich nun den Praxisbeweis, dass es nichts bringt, Motive zu malen, die einen nicht wirklich interessieren. Aber immerhin entstanden einige Bilder, die ich dann beim Akademie-Rundgang zeigen konnte. Eines davon ist diese Wetterkarte bei CNN, die den Rückschluss zulässt, dass meine Aufnahme-Aktion von Dienstag auf Mittwoch stattfand. Ein Hoch über Europa – ob es damals auch so knallheiß war wie derzeit?

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