Repariert 1/3: „Plaudern“

Plaudern
60/60 cm, 1995

Für ein Ausstellungsprojekt, bei dem ich auch sehr alte Bilder zeigen werde, musste ich zu meinem eigenen Restaurator werden, weil viele Bilder durch diverse Transporte und/oder jahrelanges Stehen in Bilderstapeln ein wenig ramponiert waren. Das war aus mehreren Gründen recht interessant:

Erstaunlich die Bandbreite der „Verletzungen“, von abgeschabten Kanten, Kratzern, Dreck bis hin zu Farbspuren von anderen Bildern war alles dabei.

Es tat ganz gut, mal ganz ohne künstlerische Ambition Farben zu mischen. Manche Farbtöne traf ich sofort, bei anderen musste ich lange herumprobieren, bis sie passten.

Bei manchen Bildern sprangen die Fehler sofort ins Auge, bei manchen erst bei genauerem Hinsehen. In beiden Fällen war es erfrischend, wie durch behutsame Bearbeitung die Bilder plötzlich wie neu aussahen.

Es waren sogar Bilder dabei, die schon kurz nach ihrer Fertigstellung verhunzt waren. Das hier ist eines davon. Kaum, dass es getrocknet war, hatte eine Kollegin an der Kunstakademie nicht Acht gegeben und es rechts unten mit Grundierung gesprenkelt.

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