„Testpilz“

Testpilz
39/52 cm, 2014

Dieses Bild ist ein Sonderfall im Blog. Weil es mir nicht gefiel und ich keine Idee hatte, wie ich es retten könnte, habe ich es abgespannt. Es lagert jetzt in einer Rolle. Zeigen will ich es aber trotzdem, weil es eine schöne Geschichte dazu gibt. Und die geht so:

Vor etwa drei Jahren besuchte Klaus Herda mich im Atelier. Er fragte, ob er mal Bilder im Regal anschauen dürfe („na klar“), griff hinein – und zog just dieses Bild heraus. Was daran so sensationell ist? Naja, Klaus ist der Wetterpilz-Guru, geradezu der Wetterpilz-Flüsterer, und fand zwischen etwa 200 Bildern instinktiv mit einem einzigen Griff das erste und bis dahin einzige Wetterpilz-Bild, das ich je gemalt hatte, das ist doch irre! Magisch, fast schon unheimlich. Er bekam leuchtende Augen, ich schüttelte ungläubig den Kopf, und wir grinsten uns an.

Auf seiner Website firmiert der Pilz als „Wetterpilz im Selikumer Park“. Es war nicht der erste, den ich je gesehen habe, aber der erste, den ich bewusst wahrgenommen habe (nachdem ich durch Andrack auf das Thema aufmerksam geworden war).

http://www.wetterpilze.de/Selikum.shtml

http://andrackblog.de/2014/01/15/mein-schonstes-wetterpilz-erlebnis/

Das alles ändert allerdings leider nichts daran, dass das Bild mir misslungen ist.

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4 Kommentare

    1. Hmm… also die Idee eines gottgleichen Schöpfers ist in der Malerei zurecht und zum Glük schon lange ad acta gelegt, aber mir gefällt die Idee des Gelingens im Scheitern, die ist so lebensfroh, geradezu kölsch, der rheinische Katholizismus lässt sozusagen grüßen 🙂

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  1. Lieber Peter , , Testpilz halte ich fuer ein starkes Bild genau wie es auch abgebildet ist mit dem Rand drumrum, es faellt aus dem was Du sonst so machst heraus….
    Es hat eine grosse Spannung eine Einsamkeit, Traurigkeit monumental…
    liebe Gruesse, Karl

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    1. Eine Freundin schrieb mir, sehr passend zu Deinem Kommentar, vorhin sehr goldig: „Irgendwie mag ich ihn aber. Er sieht so hilfebedürftig aus, dabei müsste er doch eher Hilfe anbieten„. Da ist mir erst aufgegangen – nach all den Beiträgen -, warum ich diesen Blog (auch) angeleiert habe: Zweifel zulassen können. Die sind im „alles supi“-Kunstmarkt leider nicht so arg vorgesehen, ja geradezu lästig.

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