„Ochse“

Ochse
25/20 cm, 2015

Malblockaden sind in jeder Hinsicht ekelhaft. Ausstellungstermine rücken näher, Zeit verrinnt, Faulheit wird unterstellt, derweil der Maler stundenlang im Atelier sitzt, auf leere Leinwände starrt und leidet. Wie geht malen? Warum mache ich das? Was will ich? Es gibt verschiedene Strategien, damit umzugehen: sich dem voll aussetzen (s.o.), sich ablenken mit Spaziergängen, Gesprächen, Lektüre oder Alkohol… alles läuft auf den Moment hinaus, in dem man einfach wieder anfängt. Als hätte man nie etwas Anderes getan. Keine Zweifel mehr, sondern nur noch das Bedürfnis, konkret etwas herzustellen. Im Falle dieses Ochsens war es so, dass ich mit anderen Bildern überhaupt nicht voran kam und aus schierer Wut und Verzweiflung IRGENDetwas tun wollte. Urlaubsfotos durchsucht, Ochse auf der Raschötz (Villnößtal, Südtirol) gefunden, kleine Skizze gemacht, Bremse gelöst, Mal-Maschine kam wieder in Schwung.

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