„Buchenwald“

Buchenwald
98/67 cm, 1998

Fortsetzung der „Goethehaus“-Geschichte: Nach dem Besuch der Stadt fuhren Timo und ich noch zur KZ-Gedenkstätte Buchenwald. Zunächst aber hielten wir an einer Kaserne an. Die sowjetischen Truppen waren 1994 abgezogen, das Gelände stand leer. Es war regnerisch, der Wind pfiff, und man hörte quietschende Türen und klappernde Fenster. Es war ein wenig gespenstisch. Noch gespenstischer wurde es dann allerdings auf dem Gelände am Ettersberg. Stumm liefen wir umher, schauten uns um und nahmen die grausigen Informationen in uns auf. Uns beschlich eine innere Leere und Ratlosigkeit angesichts dessen, was an diesem Ort geschehen war. Verstärkt wurde das dadurch, dass nur noch wenige Gebäude dort stehen und man in einer großen leeren Fläche steht, während im Kopf Bilder und Gedanken rumoren. Das von mir gemalte Gebäude ist das ehemalige „Kammergebäude“: https://www.buchenwald.de/75/

Komischerweise hat uns etwas ganz Banales fast am meisten mitgenommen: ein im Boden eingelassener Torstopper aus Metall, Überbleibsel eines Tores, das dort einmal gestanden hatte.

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2 Kommentare

  1. Dass diese obligaten „Gefällt mir“-Buttons derart unangemessen wirken können.. diesen ignoriere ich daher mal, obwohl mir auch dieses Bild (als solches) durchaus auch gefällt.

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