„Highway“

Highway
60/81 cm, 2006

Nachdem ich zufällig eine Dokumentation über den Avantgarde-Filmemacher James Benning gesehen hatte, schaute ich mir noch seinen Film „13 Lakes“ an. Der war eine anstrengende, aber auch faszinierende Erfahrung. Statische Kamera, jeweils 10 min lange Einstellungen, keine Handlung, kein Kommentar. Klingt langweilig? War es auch, ungefähr so, wie wenn man irgendwo in der Pampa den Bus verpasst hat, dort auf den nächsten warten muss, zu müde für irgendwelche Unternehmungen ist und dann einfach sitzt und schaut. Und aber plötzlich kleinste Details spannend werden. Ein spezielles Licht, kleinste Geräusche, irgendeine speziell geformte Hausfassade, die Anordnung von Straßenschildern… alles, was man sonst achtlos übersieht, bekommt für die Zeit, die man dort verbringt, Bedeutung und Intensität.

Wegen dieser Erfahrung, und weil ich es cool fand, wie da jemand einfach „sein Ding“ macht, habe ich danach einige Bilder gemalt, die ich aus der Doku „extrahiert“ habe. Aus welchem seiner Filme dieser Highway bei LA ist, weiß ich leider nicht mehr. Gut erinnern kann ich mich dafür daran, wie verblüfft ich war, in der „Süddeutschen“ eine Hymne auf Benning zu lesen von einem, von dem ich es nicht erwartet hätte: Herbert Achternbusch. Aber Tarantino verehrt ja auch Eric Rohmer, das hätte ich erst recht nicht gedacht.

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